Industriefotografie

Industrie ist manchmal staubig und düster und manchmal strahlend weiß. Manchmal unaufgeräumt und manchmal herrlich aufgeregt. Manchmal darf man fast nichts zeigen, manchmal soll alles aufs Bild. Details, Weitwinkel, Personen, Technik. Industriefotografie stellt gut und gerne ein Lager imposant dar, präsentiert eine Maschine auch für ungeübte Augen aus beeindruckender Perspektive, bindet den Menschen kunstvoll ein und zeigt das Detail bis zum Großen-Ganzen. Und es ist im besten Fall sympathisch. Gleich, ob ein Unternehmen Stahlbrammen produziert oder Mikrochips.

Die Erfahrung lehrt, dass Unternehmen gerne die Fotoaktion vor Ort zeitlich maximal minimieren wollen, damit die Abläufe im Unternehmen am besten gar nicht oder nur sehr kurz gestört werden. Nun, Fotoapparate fangen das Licht in Lichtgeschwindigkeit ein. Und da ich als Reportagefotograf unterwegs bin, kann ich mir entweder Zeit für die bildkompositorische Detailarbeit lassen oder intuitiv und schnell arbeiten – wie Reporter eben. Beides geht. Die letzte Variante ist jedoch die häufigste.